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Magna übergibt die ersten 100 Elektrofahrräder und baut ein neues Werk in der Region
Mit dem Einsatz der Pedelecs, das sind Elektrofahrräder, die mit Muskelkraft und Batterien betrieben werden, wird in der Energieregion das erste Projekt zur Förderung der Elektromobilität umgesetzt. Die dafür eigens gegründete ARGE „energie_rad_region“ umfasst neben der Region auch Magna Marque, die Feistritzwerke sowie die Pichlerwerke.
Manfred Gingl, Vice Chairman von Magna International und Eigentümer von Magna Marque, übergab am Samstag die ersten 100 Pedelecs, die speziell vom Fahrradhersteller TREK designed wurden, an den Vorstand der Region.
Damit wurde der Startschuss für ein neues, innovatives Produkt gesetzt: „Pedelec“ ist ein Fahrrad, welches durch Muskelkraft und Batterie betrieben wird, was speziell in hügeligen Gebieten eine enorme Unterstützung für die Radler bietet. Experten weisen den Elektrofahrrädern ein hohes Wachstumspotential zu. 2007 wurden in Europa immerhin 200.000 Pedelecs verkauft; 2008 gingen bereits 400.000 über den Ladentisch. Im Jahr2009 rechnet man mit einer Nachfrage über 750.000 Stück, 2010 bereits mit 1 Million verkaufter Pedelecs in Europa. Das heißt dieses Produkt radelt auch an der gegenwärtigen Wirtschaftskrise vorbei.
Magna investiert in der Energieregion
Diese erfreuliche Entwicklung hat Manfred Gingl bereits vorausgeahnt und vor 2 Jahren begonnen, innerhalb der Magna Gruppe auf Pedelecs zu setzen. Dazu wurde 2007 in Canada eine Akquisition mit BionX vorgenommen. BionX ist ein hochentwickeltes Antriebssystem für Fahrräder (Motor, Batterie, Steuerelement).
Nun wird Magna ein Forschungs-, Entwicklungs– und Komponentenwerk in der Gemeinde Mortantsch errichten, in welchem im Frühjahr 2010 die ersten BionX Motoren produziert werden. „In den nächsten Jahren schaffen wir damit 100 neue Arbeitsplätze in der Region“, freut sich Manfred Gingl.
Kräftige Unterstützung durch das Land Steiermark
„Der Einsatz von Pedelecs ist ein perfektes Beispiel für das, was wir unter der nachhaltigen Mobilitätsausrichtung einer Region verstehen“, zeigte sich Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger Ploder begeistert. Das Land Steiermark mit LH-Stv. Herman Schützenhöfer und Landesrat Christian Buchmann unterstützen das Projekt. „Neben dem Plus für die Umwelt gibt es eine hohe regionale Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze im Bereich der „Green Jobs“, so LH-Stv. Hermann Schützenhöfer.
Mobilitätskonzept weist für Pedelecs hohe Energieeffizienz und Flexibilität aus
Die Energieregion hat eigens für die Pedelecs ein Mobilitätskonzept mit der Forschungsgesellschaft für Mobilität erarbeitet, deren Gesamtergebnisse auch auf der neuen Homepage der Region abrufbar sind.
Diese neue Generation der Elektrofahrräder ist sehr energieeffizient.
Mit Strom um nur 50 € könnte man einmal um die ganze Welt radeln. Pedelecs brauchen gerade mal ein 70stel der Energie eines Durchschnitts-Pkw. Als aussichtsreichstes Einsatzfeld für Pedelecs sehen die Entscheidungsträger den Arbeits– und den Einkaufsverkehr. Zu diesem Zweck werden seitens der Energieregion mit Betrieben Gespräche über den Einsatz von Pedelecs als Dienstfahrräder geführt.
„Mit diesem Projekt nehmen wir im Bereich Elektromobilität eine Vorreiterrolle ein und bauen uns eine neue Kernkompetenz auf, die unsere Region top platziert“ so Helmut Kienreich, Bürgermeister von Weiz.
Ein Jahr Leader in der Energieregion Weiz-Gleisdorf
Das neue Management unter der Leitung von Iris Absenger fungiert seit nun einem Jahr als erste Anlaufstelle für Projektträger. Mittlerweile wurden insgesamt 37 Projekte eingereicht. für die Beurteilung wurde ein transparentes Genehmigungsverfahren installiert – der viertel-jährlich einberufene Steuerungsausschuss berät den Vorstand bezüglich Projektinhalt und -reife. Aufgrund dieser Empfehlung konnten insgesamt bisher 17 Projekte zur Förderung durch den Vorstand genehmigt, 12 wurden zur Rückstellung empfohlen bzw. abgelehnt, 8 Projekte sind noch zu behandeln. Der Vorstand folgte bisher allen Empfehlungen des Steuerungsausschusses. Für fünf Projekte gibt es konkret schon eine Förderzusage seitens des Landes.
„Es ist ein Genuss in einer Region zu arbeiten, die dynamisch und fortschrittlich denkt und auf zukunftsweisende Themen wie Mobilität setzt“, so Absenger.
Energieregion Weiz
Seit 1994 gibt es eine erfolgreiche Zusammenarbeit der 17 Gemeinden der Energieregion Weiz-Gleisdorf. Seit kurzem wurde die Energieregion um die Gemeinde Etzersdorf-Rollsdorf erweitert. Mit dem Leitthema „Energie“ gelang es, Tradition und Innovation zu verbinden und zahlreiche wichtige Projekte umzusetzen.
Obmann Christoph Stark erklärt: „Gemeinsam als Region können wir viel erreichen. Wir werden bereits jetzt stark wahrgenommen. In den kommenden Jahren werden wir hart arbeiten, um unsere Zielvorstellung – bis 2020 die Top-Region im Bereich Energie zu sein – zu erreichen.“
Fotos: Gernot Muhr
Für den Inhalt verantwortlich:
Werner Reisenhofer
Meldung vom 28.04.2009/07:23:12, überarb. am 28.04.2009/07:33:43
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